
Zum Schutze der Stadt Köln wurde die Ulrepforte zu Beginn des 13. Jahrhunderts als Teil der Stadtmauer errichtet. Wachleute hielten von dem kleinen Doppelturmtor Ausschau und regelten den Verkehr in die Stadt. Viel hatten sie dabei nicht zu tun, denn die Ulrepforte im Südwesten Kölns lag an keiner der bedeutenden Eingangsstraßen, bot lediglich Zugang zu Feldern. Trotzdem sind knapp 800 Jahre später immer noch Uniformierte in der Ülepooz, wie das Tor auf Kölsch heißt, "stationiert". Mitnichten allerdings zum Schutze der Stadt und ihrer Bürger, als vielmehr zu deren Erheiterung. Wie jedes der historischen Kölner Stadttore beherbergt auch die Ulrepforte eine Karnevalsgesellschaft: die "Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.", das älteste Traditionskorps der Stadt.
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